Professioneller belichten mit Histogramm

Fotograf bei seinem Fashion-Fotografie-Workshop in Zingst. Foto: Hinzmann

Eigentlich kann ich ja belichten – so mit Belichtungsmesser und so. Und mit dem Display meiner Nikon D3x bin ich mittlerweile auch warm geworden. Mir ist noch nichts wirklich ausgefressen beziehungsweise abgesoffen. Wenn mir einer wie Profi-Fashion-Shooter Ralph Man – Bild – sagt, er traue seinem Display überhaupt nicht, komme ich aber doch ins Grübeln. Sein Tipp: nach Histogramm fotografieren.

Ich geb zu, dass ich das Histogramm noch nie bemüht habe, aber warum nicht. Als ich ganz, ganz früher mal das Zonensystem durchgeackert hatte, war auch das reine (Papier)-Weiß nicht verpönt, also der Bereich ohne Zeichnung. Das ist dem Profi zu viel vom gar nichts. In seinem Vortrag auf der Convention in Zingst hat er davor gewarnt. Diese reinen Weißen würden im Druck dann ausfressen.

Stimmt. Okay, trotz Unter- und Überbelichtungswarnungen sind die Displays wenig hilfreich, um tiefe Tiefen und reine Weißen zu beurteilen. Das Histogramm lässt Euch aber nicht hängen: Liegt der rechte Anschlag des Gebirges nicht ganz rechts außen, fressen Teile der Lichter aus. Kann ja auch ein Kunstgriff sein, was aber selten der Fall ist. Und genau so umgekehrt: Endet das Gebirge links vor dem linken Anschlag sind weite Teile des Bildes einfach nur Schwarz.

Manche Fehlbelichtungen lassen sich auch in Lightroom später nicht wieder glattziehen, beziehungsweise spart Ihr Euch Zeit in der Postproduktion, wenn Ihr sauber belichtet. Oder Euch mal an die Grenzbereiche herantastet.
Im Mai habt Ihr die nächste Chance, Euch von Ralph Man persönlich die besten Tipps abzuholen. Beim Festival „horizonte zingst“ gibt er am Montag, 26. Mai, einen Fashion-Workshop. Schaut mal hier rein: http://www.erlebniswelt-fotografie-zingst.de/fotografen-referenten/ralph_man.html. Prima Einstieg in die Mode-Fotografie.